Jens Keil
Eine Arbeitsform handlungsorientierter KonfirmandInnenarbeit (1998)
“Der Vikar aus den Fünfzigern berichtet von seinen frustrierenden religionspädagogischen Erlebnissen. Kaum weiß er sich zu wehren, so daß er im “Kampf ums Überleben” von einer Maßnahme berichtet, die aus einer “überdimensionale[n] Maulschelle” und “zwei “Gerade[n]” auf … [den] Brustkorb” bestand. “Die Kunde von dem Vikar, der Schläge austeile”, ging durch die Schule, und er konnte jeden weiteren Unterricht “in völliger Ruhe” beginnen. Anders meine Erfahrungen: KonfirmandInnen arbeiten über die übliche Zeit hinaus, recherchieren selbständig vor Ort und lernen Gemeindemitglieder kennen. Die Jugendlichen fühlen sich von der Gemeinde wertgeschätzt durch Applaus im Gottesdienst und durch positive Rückmeldungen von Gemeindemitgliedern. Sie beobachten, wie Menschen im Gemeindehaus nach dem Gottesdienst ihre Plakatausstellung anschauen. Ohne ihre kritische Distanz zur Erwachsenenwelt der Gemeinde aufzugeben, gewannen die KonfirmandInnen Respekt vor deren Arbeit. Entgegen der handfesten pädagogischen Hilflosigkeit meines Kollegen erfuhr ich beim Gemeindepraktikum (GP) , daß KonfirmandInnen mit Engagement und Freude bei der Sache waren.”
Download der Hausarbeit: keil.zip [63 KB]
Powerpoint-Präsentation
Jens Keil stellt seine Powerpoint-Präsentation “Gemeindepraktika” vor.
Download als Powerpoint-Präsentation gpraktika.ppt [98 KB]
Ein Gemeindepraktikum bietet die Möglichkeit, die neue Rahmenordnung in besonderer Weise umzusetzen (vgl. Rahmenordnung, S.19 -21).
- Der „Perspektivenwechsel” wird vollzogen.
- Die Jugendliche werden als Subjekte wahrgenommen.
- „Praktisches Lernen”: „Kopf, Herz und Hand” werden eingebracht
- Gemeinde wird als „Lebensraum” erfahren.
- Die Jugendlichen knüpfen Kontakte, begegnen Menschen und erfahren Anerkennung durch die Gemeinde.
- Das Evangelium wird im Gemeindezusammenhang erfahren.
Bibliothek Haus Birkach