Im Evangelischen Kirchenbezirk Mühlacker sind inzwischen die ersten Konfirmanden/innen konfirmiert. Ich schätze, 350 – 400 werden noch bis Ende April folgen.
Aus der Paulusgemeinde in Mühlacker werden es jedenfalls 26 junge Menschen sein. Fast ein Jahr war ich als Pfarrer und wir in der Gemeinde mit diesen jungen Menschen unterwegs. Wir haben über den Glauben und das Leben gesprochen, über die Bibel und Jesus, über kirchliche Feste und Traditionen. Wir haben zusammen gebetet, gesungen und gebastelt. Wir haben mehrere Konfirmandentage und eine Wochenendfreizeit zusammen erlebt. Die Konfirmanden/innen haben das Glaubensbekenntnis, Gebote und Psalmgebete gelernt. Sie haben in einzelne Gruppen der Gemeinde hineingeschaut. Sie haben je nach eigener Wahl im Altenheim, im Tafelladen, Paulaladen oder bei Festen mitgeholfen. Und nicht zuletzt haben sie Gottesdienste mit vorbereitet und selbst im Schnitt 30 Gottesdienste besucht. Nun dürfen sich diese jungen Menschen zu Recht auf ihr großes Fest freuen. Und ich sehe sie an ihrer Konfirmation in ihrer festlichen Kleidung vor mir, und wie sie als getaufte Christen vor Gott treten, manche zögerlich, manche sicher, und um Gottes Segen für ihren weiteren Lebensweg bitten. Sie werden dabei uns und den Eltern auch zeigen, dass sie wieder etwas „größer“ und „erwachsener“ geworden sind.
Wie auch immer diese jungen Menschen auf diese Zeit zurückschauen werden, ich werde mir vor der Konfirmation jeden einzelnen noch einmal vor Augen halten. Ich werde mich an ihre Stärken und an ihre Probleme erinnern, mir noch einmal Gedanken über ihre Träume machen, und über ihre Bibelworte (Denksprüche), die sie sich für ihren weiteren Lebensweg ausgesucht haben.
Und ich werde bei all dem noch einmal spüren, wie wertvoll diese jungen Menschen sind, und werde an der Konfirmation mit den Eltern, den Paten und der Gemeinde die große Hoffnung haben, dass diese jungen Menschen das selbst spüren und mutig und aufrecht ihren Weg mit Gott an ihrer Seite gehen, auch und schweren und leichten Zeiten.
Ja, wenn diese jungen Menschen weiterhin mit Gott leben und so ihren Wert erkennen, Verantwortung für sich und andere übernehmen, was könnte den Eltern, der Kirche und unserer Gesellschaft besseres passieren?
Pfarrer Theodor Tröndle